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Konferenzprogramm 2024
Barrierefreiheit für alle — Digitalisierung ohne Hindernisse
Im Bund sind barrierefreie Anwendungen nach BITV-Gesetz. Ab 28.6.25 dann auch für Privatunternehmen, z. B. bei Bankdienstleistungen und der Personenbeförderung, aber auch für Messenger- und Telefondienste. Wer sind die Zielgruppen und wie fühlt sich das an? Was steckt hinter den Anforderungen und was ist im Rahmen der Softwareentwicklung zu tun? Welche Fähigkeiten braucht man dafür im Team und wie baut man die auf? Welche Rolle sollte das bisherige Qualitätspersonal dabei einnehmen? Teilnehmende informieren sich über Barrierefreiheit, machen spielerisch eigene Erfahrungen und diskutieren vermeintliche Hindernisse bei der Softwareentwicklung.
Zielpublikum: Alle am SWE Beteiligten
Voraussetzungen: Keine
Schwierigkeitsgrad: Basic
Maximale Anzahl von Teilnehmern: 60
Wenn Sie an diesem Workshop teilnehmen möchten, bitten wir Sie, beim Kauf Ihres Tickets die Kursauswahl zu vermerken. Bitte erscheinen Sie 10 Minuten vor Beginn des Workshops im Vortragsraum.
Extended Abstract:
Barrierefreie Anwendungen sind im öffentlichen Sektor seit dem 23.6.2021 Pflicht. Dazu müssen sie alle Prüfungen nach BITV 2.0 erfolgreich erfüllen. Ab dem 28.6.2025 gilt dies auch für etliche Anwendungen von Privatunternehmen, z.B. bei Bankdienstleistungen und der Personenbeförderung, aber auch für Messenger- und Telefondienste. Wer sind die Zielgruppen und wie fühlt sich das an? Was steckt hinter den Anforderungen und was ist im Rahmen der Softwareentwicklung zu tun? Welche Fähigkeiten braucht man dafür im Team und wie baut man die auf? Welche Rolle sollte das bisherige Qualitätspersonal dabei einnehmen? Alle Teilnehmenden sind eingeladen, sich im Rahmen eines teilweise nichtlinearen Formats über Barrierefreiheit zu informieren, eigene Erfahrungen mit Barrieren zu machen und in die Diskussion über Zielkonflikte bei der Umsetzung und entsprechende Konsequenzen zu gehen. Dies wird im Wortsinne zum Teil "spielerisch" passieren.
Nach seinem Physikstudium an der TU Darmstadt begab sich René Matthäi auf seine Reise entlang der Digitalisierung durch Unternehmen und Entwicklungsteams, die durchweg Qualitäts-getrieben ist. Dank des umfassenden Portfolios seiner früheren Wirkungsbereiche bei Siemens und DATEV ist er mit verschiedensten Branchen vertraut, wo er alle Funktionen ausüben durfte, die in Zusammenhang mit Softwarequalität und bei Nutzung von Software stehen.
Das Interesse an agilem Lernen in Gruppen, Bewusstsein für Qualität als Treiber für Geschwindigkeit und Strategien zur hybriden Integration von Menschen, Entwicklungsmodellen und Technologien baut er aus und verfolgt dies unter anderem beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, als auch als Mitorganisator des German Testing Day.
Als Herausforderung sieht er auf der einen Seite "gleichberechtigte Digitalisierung für alle" an, auf der anderen Seite als Familienvater die Anwendung von Erkenntnissen auf sein privates Umfeld ;)
Nachdem Frau Sciortino ihre Ausbildung als Informatikkauffrau abgeschlossen und zahlreiche Erfahrungen bei der Bundesagentur für Arbeit im Bereich Barrierefreiheit gesammelt hat, begann sie ab Juni 2022 als Softwaretesterin im Bereich Barrierefreiheit im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu arbeiten. Das Nahebringen von Themen an Auszubildende oder Studierende bereitet ihr sehr viel Freude. Privat ist sie ein sehr lebenslustiger Mensch. Sie trifft Freunde und reist gerne.
Serdal Bilir ist ein versierter Informatiker, der seine Ausbildung im Jahr 2014 erfolgreich abgeschlossen hat. Nach wertvollen Berufserfahrungen bei der evosoft GmbH, wo er sein Talent für Barrierefreiheitstests unter Beweis stellte, wechselte er 2017 zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. In seiner Rolle als Testexperte für Barrierefreiheit bringt Serdal sein tiefgreifendes Verständnis für die Bedeutung von Zugänglichkeit und Usability in die Entwicklung und Abnahme von Anwendungen ein. Er berät Entwicklerteams bereits in den frühen Phasen der Entwicklung, um sicherzustellen, dass neue Anwendungen von Anfang an barrierefrei gestaltet werden. Seine Arbeit spiegelt seine Überzeugung wider, dass Technologie für alle zugänglich sein muss. Zudem ist er stellvertretendes Mitglied in der Schwerbehindertenvertretung und verantwortet hier ebenfalls den Bereich der Barrierefreiheit. Ebenfalls betreut Serdal Kolleginnen und Kollegen mit unterschiedlichsten Seheinschränkungen und findet immer eine Lösung zur Ausgestaltung des Arbeitsalltags und -platzes. Zusätzlich zu seinem bunten Arbeitstag besucht er ein Fernstudium in der Fachrichtung „Public Management“.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit widmet sich Serdal auch privat der Technik, indem er Webseiten erstellt und Skripte für Screen Reader entwickelt. Doch Technik ist nicht seine einzige Leidenschaft. In seiner Freizeit findet man ihn musizierend, beim Schwimmen oder auf Wanderungen in der Natur. Diese Hobbys bieten ihm einen perfekten Ausgleich zur techniklastigen Berufswelt und erlauben ihm, kreative Energie zu tanken und neue Perspektiven zu entdecken.
Mit seiner großen Expertise in der Barrierefreiheit und einem breiten Spektrum an Interessen bringt Serdal eine einzigartige Perspektive in sein Fachgebiet ein. Seine Beiträge leisten einen wichtigen Beitrag dazu, die digitale Welt inklusiver zu gestalten.
Ich liebe Strukturen, Zahlen und logische Zusammenhänge. Das Mathematikstudium an der TU Darmstadt lieferte sinnvolle Grundlagen für die Tätigkeiten in der IT (Organisation, Vertrieb, Controlling und Barrierefreiheit). Diese verschiedenen Projektaktivitäten wurden abgerundet durch Zertifizierung als Projektmanager.
Dieser Rundumblick wird durch meine spätere Erblindung eingeengt auf die Barrierefreiheit. Dies beeinflusst aber ganz natürlich auch das private Umfeld mit Hörbüchern, Filme mit Audiodeskription, Geocaching und mein Fußballeben mit Stadionatmosphäre.
Aline Bergmeir ist ein echtes Eigengewächs des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Mit dem Einstieg in die IT-Hotline war sofort klar, wo die Prioritäten liegen: Fehler finden, Fehler beheben, Service und Qualität verbessern!
Teil des Wegs zur Softwaretesterin war das Etablieren und Voranbringen der Automated Software Distribution innerhalb der Behörde. Test und Qualität wurden hier zu Leitmotiven und legten den Grundstein für die aktuelle Tätigkeit als Software- und Schnittstellentesterin. Qualität und Genauigkeit spielen nicht nur eine dienstliche Rolle, sondern schlagen sich auch in ihren Interessen nieder: Medizintechnik, technische und digitale Hilfsmittel sowie gesellschaftliche Teilhabe gehören zu ihren Steckenpferden.
Nach der Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in Dresden machte ich mein wirtschaftliches Fachabitur in Radebeul, hier wurde mein Interesse am objektorientierten Programmieren geweckt.
Die Zeit bis zu meinem BWL-Studium an der FH Kiel verbrachte ich mit meiner zweiten Leidenschaft als Papageientrainer in der Schweiz.
Nach unzähligen Apps, geschrieben in Object Pascal, VBA und AutoIT, fand ich meinen beruflichen Weg zur IT in Braunschweig bei der Codefrog IT im Testing. Diese bot mir viele Gelegenheiten interessante Projektpartner wie Volkswagen und die Deutsche Bahn in Frankfurt kennenzulernen.
In skalierten agilen Projekten sammelte ich mit dem Automatisierungstool Eggplant Erfahrung.
Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bin ich als Testmanager und Testarchitekt tätig.
Markus Specker verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich der User Experience und hat sich auf dem Gebiet der digitalen Barrierefreiheit spezialisiert. Er besitzt hier umfangreiche Kenntnisse und ist vertraut mit den gängigen Standards (WCAG), gesetzlichen Regelungen (BITV) und einschlägigen Normen (EN 301 547, ISO 9241-Normenreihe).
Als Accessibility Test Specialist testet er verschiedene Kundenanwendungen auf Barrierefreiheit und berät Kunden auf dem Weg zu barrierefreien Lösungen. Er ist Team Lead der Arbeitsgruppe Barrierefreies Testing des deutschen Testteams bei Eviden. Er hat einen Abschluss als Diplom-Informatiker der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und hält von Zeit zu Zeit Vorträge zu Usability und Accessibility an verschiedenen Stellen.
Mit seinem Fachwissen unterstützt er derzeit das Barrierefreiheitsteam des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge beim Thema Barrierefreiheit.
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